Andacht zu Kolosser 1,13-20
Leben und Tod (24. Sonntag nach Trinitatis), Tag 2


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Lesung:

Kolosser 1,13-20

Er hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei. Denn es hat Gott wohlgefallen, dass in ihm alle Fülle wohnen sollte und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.

 

 

Thema:

Immer der Erste

 

Auslegung:

Paulus greift in diesem Text zwei Liedstrophen auf, die vom „Erstgeborenen“ erzählen. Christus ist der „Erstgeborene vor aller Schöpfung“ (V.15) – und Christus ist der „Erstgeborene von den Toten“ (V.18). Der „Erstgeborene“ spielte in der damaligen Erbfolge eine erhebliche Rolle. Er stand von Anfang an auf der Seite des Vaters, denn er erbte alles, was dem Vater gehörte. Der Dichter dieser Strophen wählt den Vergleich mit dem Erstgeborenen, um die Sonderstellung Jesu deutlich zu machen. Im Rahmen der Strophen wird aufgezählt, was sich ereignet hat. Das Geschehen der Schöpfung wie das der Auferstehung sind von gleicher, herausragender Bedeutung. Mit der Auferstehung Jesu beginnt eine neue Schöpfung, in der nicht der Tod das letzte Wort hat, sondern die Hoffnung auf Auferstehung. Wenn der Durchbruch geschafft ist, dann kommen auch die anderen durch. Wenn im Bergwerk Kumpel eingeschlossen sind und der Rettungsschacht ist bis zu ihnen vorgetrieben, dann sind sie schon gerettet, auch wenn ihre Bergung sich noch tagelang hinziehen kann. So ist es mit der Auferstehung, der Erste ist durch, die Rettung der anderen ist nur eine Frage der Zeit.

Im Text kommt im Zusammenhang mit Christus oft das Wort „alles“ vor. Das zeigt die Schlüsselstellung Jesu für alles, was es über diese Welt zu sagen gibt. An ihm und sonst an nichts und niemand macht sich unsere Hoffnung fest.

 

Gebet:

Jesus Christus, ich danke dir, dass du die Dimension der Hoffnung in diese Welt gebracht hast. Danke, dass du damit meinem Leben Zukunft schenkst über den Tod hinaus.

 

Impuls:

Wo wird für Sie Auferstehungshoffnung konkret? Wie schlägt sich das in Ihrer inneren Einstellung nieder?

 

Ergebnis:

Christus ist die Schlüsselperson für den christlichen Glauben. An ihm macht sich alle Hoffnung und Zuversicht fest.

 

 

Hintergrundinformationen:

v     Der Text hat besonders im 4. Jahrhundert in der Kirchengeschichte eine erhebliche Bedeutung gehabt und zwar bei der Auseinandersetzung zwischen Arius und Athanasius. Arius lehrte; Christus ist das erste Geschöpf. Athanasius hielt dagegen, dass der Text vom Erstgeborenen und nicht vom Ersterschaffenen redet. Um die göttliche Seite Jesu und damit seine Besonderheit festzuhalten entstand aus dieser Diskussion die Zwei-Naturen-Lehre, das Jesus Gott und Mensch zugleich ist.

 

Autor dieser Andacht: Konrad Flämig